Institut für Deutsch als Fremdsprache
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Vortrag "Fremd ist der Fremde nur in der Fremde"

Kulturwissenschaftliche Annäherungen zum Thema "Alterität"

29.11.2016

Dienstag, 29. November 2016, um 17 Uhr im Hörsaal B006 im Hauptgebäude der LMU, München

Alterität spielt in den verschiedensten Disziplinen aber auch in der öffentlichen Debatte eine wichtige Rolle. Der Nationalismus zum Beispiel lässt sich als eine symbolische Maschinerie beschreiben, die Fremde und Fremdes erzeugt.

Der Vortrag wird sich mit verschiedenen Formen von Alterität befassen, der Figur des Anderen, Zweiten, der/die mir gegenübertritt, des und der Fremden, die ein bedrohliches oder auch verheißendes Moment des Unbekannten in sich trägt, des exterritorialen Menschen (Ausländer/Ausländerin), der sich jenseits einer symbolischen wie auch realen Grenze befindet.

Im heutigen kulturwissenschaftlich bestimmten Diskurs, aber auch in der Soziologie ist der Fremde kein essentielles Prädikat, sondern ein relationales Phänomen. Es ist der soziokulturelle Kontext, der bestimmt, ob jemand oder etwas fremd ist.

Vor dem Hintergrund seiner letzten Publikation "Theorien des Fremden" wird der Autor einige Grundüberlegungen zum Thema der Fremden vorstellen.

 

Wolfgang Müller-Funk, Prof. für Kulturwissenschaften, lehrt an der Universität Wien, an der Universität für Musik und darstellende Kunst, an der Diplomatischen Akademie in Wien sowie an der Universität Klagenfurt.
Schwerpunkte: Kulturanalyse, Literaturtheorie, Central European Studies, Romantik und Moderne, Essayistik.
Buchpublikationen (zuletzt): "Theorien des Fremden" (2016), "Die Dichter der Philosophen" (2013), "The Architecture of Modern Culture" (2012), "Joseph Roth" (2012).