Institut für Deutsch als Fremdsprache
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Sprachumschaltung

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Sommersemester 2019

Termin 1

Dienstag, 04.06.2019, Raum: Schellingstraße 3, R 203 (Rückgebäude)

Referentin / ReferentTitel & Abstract
Prof. Dr. Claudia Maria Riehl Sprachkontakt und Spracherosion:
Perspektiven der vergleichenden Sprachinselforschung

Der Beitrag diskutiert einige grundlegende Aspekte der vergleichenden Sprachinselforschung. Dazu wird zunächst ein kurzer Überblick über die historische und aktuelle Situation sog. Sprachinseln des Deutschen gegeben und eine Typik möglicher Sprachkontaktphänomene präsentiert. Im Anschluss daran werden einige Entwicklungsprozesse im Sprachvergleich analysiert. Dabei wird gezeigt, dass die vergleichende Sprachinselforschung wichtige Impulse für die Entwicklung des Deutschen einerseits und die Sprachkontaktforschung andererseits liefern kann.
Dr. Martina Liedke Was Lehrende mit ihren Händen tun.
Gestik in der Unterrichtskommunikation Deutsch als Fremdsprache/ Deutsch als Zweitsprache.

Welche Rolle spielen Gesten im Unterricht des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache? Wie setzen Lehrende ihren Körper in der Unterrichtskommunikation ein? Welche Arten von Gesten können unterschieden werden und wann werden sie verwendet? Wie verhalten sich Gesten und sprachliches Handeln im Unterricht zueinander? Was trägt die Lehrergestik zur Interaktion und zum Lernen bei? An Beispielen sollen einige Formen und Funktionen visuell-körperlicher Kommunikationsmittel diskutiert werden, die Unterricht als multimodales Geschehen kennzeichnen.

Termin 2

Dienstag, 02.07.2019, Raum: Schellingstraße 3, R 203 (Rückgebäude)

Referentin / ReferentTitel & Abstract
Dr. Christine Fourcaud (Université de Reims Champagne-Ardenne, Forschungszentrum Lilpa-GEPE Strasbourg) "Elysée-Kitas 2020" in München: Gesamtrahmen & aktueller Stand der Evaluation

Mit der Errichtung des sog. Netzwerks „Elysée-Kitas 2020“ - mit 200 zweisprachigen Ecoles Maternelles und Kindertageseinrichtungen bis zum Jahr 2020 - setzte sich der deutsch-französische Ministerrat beim 50. Jubiläum des Elysée-Vertrags zum Ziel, einen Beitrag zur Entwicklung eines Europas der Mehrsprachigkeit zu leisten.

Demzufolge sind in der Landeshauptstadt München acht städtische Einrichtungen entstanden, die laut Qualitätscharta, extern evaluiert werden sollen. Zu diesem Zweck wurde ein kleines Forschungsteam konstituiert, in dessen Rahmen Studierende der LMU in den Kindertagesstätten hospitieren und authentische Feldforschung betreiben.

Laut Forschungsautrag sollte überprüft werden, inwiefern der frühe Fremdspracherwerb z.B. einen Beitrag zum Abbau von sprach- und entwicklungspsychologischen Barrieren, sowie eine soziale, kohäsive Wirkung auf gemischtsprachige Kindergruppen leisten kann. Bei den Erwachsenen sollen die Hemmungen, Vorurteile und Ängste beim Lernen einer Fremdsprache untersucht werden.

Mittels Beobachtungsbögen, Befragungen, Interviews, Erhebungen oder Tests werden die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern, Kompetenzen und Interessen, deren Sprachstand im Deutschen & im Französischen erhoben. Es werden auch die Einstellungen der Erwachsenen zu frühem Fremdspracherwerb und zu Mehrsprachigkeit analysiert.
Dr. Aratee Kaewsumrit (Chulalongkorn-Universität Bangkok) Frau Dr. Kaewsumrit wird uns einen Einblick in die Germanistik an Ihrer Einrichtung sowie in Thailand allgemein geben.

Die Chulalongkorn-Universität ist die älteste Universität Thailands; sie gehört zusammen
mit der Thammasat-Universität zu den führenden Bildungseinrichtungen des Landes. Mit der
LMU unterhält sie eine langjährige Partnerschaft. Die Germanistische Abteilung blickt auf
eine sechzigjährige Geschichte und eine enge Zusammenarbeit mit dem DAAD zurück. Neben den
germanistischen Studiengängen (B.A., M.A., Promotion) werden zahlreiche Deutschlerner
ausgebildet.